Jun 6
Posted by datgosch.

Stop, Hämatomtime! Oder auch: Avocado

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„Schatz, Schatz! Ich hab´ aus Versehen eine Avocado verschluckt und die is´ mir jetzt ins Bein gerutscht.“ „Hoppla!“

Notaufnahme, Samstagabend, etwa 21:00 Uhr:

Doktor: „Na, wie ist das denn passiert?“ Er: „Mein Bein war unfreiwilliger Belag in einem Waschmaschinen-Treppen-Sandwich.“ Auf dem Weg zum Röntgen stellt sich heraus, dass er tatsächlich exakt ab der Sekunde, in der im das Haushaltsgroßgerät entglitt, an dieser humoristischen Einlage gefeilt hatte, welche bis zu diesem Moment im erbitterten Kopfkino-Wettbewerb mit „Das Bein als Schlichter im Krieg zwischen Treppe und Waschmaschine“ stand. Eine gute Wahl.

Nebenan sitzt ein kleiner, dicker Junge mit Fraktur des oberen Unterarmes und weit bitterlich. Weiterer Nährboden für die allgemein heitere Stimmung. Menschenleere und Klangqualität der Klinikflure animieren, auf den diversen Wegstrecken die eigenen Zombie-Imitationskünste zu verbessern. Was für ein Thrill! Diverse Wartezeiten werden durch das Summen der Melodie aus „Es war einmal … das Leben“ überbrückt. Man verabschiedet sich zum Abschluss der Behandlung mit einem lässigen Handschlag. „Cool Story, Bro.“

Im weiteren Verlauf des Abends mache ich mir einen Spaß daraus, ihn aufstehen zu lassen, um unter Schmerzen die DVD zu wechseln und einen 1,5 cm großen Käfer zu erschlagen.

Ein guter Tag.

Jun 1
Posted by datgosch.

Feed the World

4

Das tolle an der Ölkatastrophe? Nur ein paar Eier, ein wenig Senf, Zitronensaft, Salz und Pfeffer untermengen und voilà: Mayonnaise satt!

Jetzt noch die nächste tektonische Verschiebung der Nord- und Südamerikanischen Platten abwarten und wir hätten das gigantischste Club-Sandwich der Welt, womit auch das leidige Problem „Welthunger“ mit einem Schlag gelöst wäre.

Natürlich müsste Israel erst gaaanz doll versprechen, dass es uns auf dem Weg nicht die Gürkchen klaut und die Entwicklungsländer sollten bestenfalls per iDestatt versichern, dass sie sich vorher auch ganz bestimmt nicht umbringen.

Appetitlicher Gedanke … wenn ich nicht gerade so kotzen müsste.

Mai 21
Posted by datgosch.

Is jawohl das Letzte

2

Wie oft muss man sich vorwerfen lassen: „Schatz, so eine Unverschämtheit, du hast das letzte (hier bitte ein Lebensmittel Ihrer Wahl einfügen) gegessen!“

Ein uraltes Missverständnis, haltloser Vorwurf und obendrein folgenschweres Paradoxon, das es ein für alle mal klarzustellen gilt. Bereits 1953 belegte der multigenitale Phänomenwissenschaftler Emil Krauskopf seine These, dass infolge der wechselseitigen Paranoia, seinem Partner „das Letzte“ nicht wegessen zu wollen, das eigentliche Produkt in der Tat niemals verzehrt wird, somit auf kurz oder lang verdirbt und schlussendlich weggeworfen wird.

„Ja wo kämen wir denn hin, wenn jeder von allem jeweils das Letzte wegschmeißen würde?“, dachte sich seinerzeit die ökofaschistoide Verpackungsgroßindustrielle Tetra P. Umkarton und entwickelte ein neues zukunftsweisendes Fertigungsverfahren, das die Verschwendung infolge dieser weit verbreiteten Höflichkeitsgeste dezimieren sollte: Die Subtraktionsbestückung. Was soviel heißt wie: Das Letzte einfach weglassen.

Die Nutzenvorteile der Subtraktionsbestückung wurden dankend angenommen und belegten sich nicht nur in bilanziellen Erfolgen der Lebensmittelindustrie, auch Versicherungsunternehmen verzeichneten einen rapiden Rückgang der Unfallquoten im Bereich „mysteriöse heimische Treppenstürze“.

Bedauerlicherweise ist im Laufe der Jahrzehnte in Vergessenheit geraten, dass viele Produkte heutzutage tatsächlich noch immer nach dieser Methode gefertigt werden, was den eingangs erwähnten Vorwurf ad absurdum führt. So ist sich der moderne Konsument des absichtlichen Fehlens „des Letzten“ nicht mehr bewusst, was in Fachkreisen als sogenannter „Second-To-The-Last-Consumer-Error“, kurz WTF, bezeichnet wird. Eine Farce, gerade weil die eindeutige Anwendung der Subtraktionsbestückung bei genauerer Betrachtungsweise auch für den letzten einäugigen Halbaffen nicht von der Hand zu weisen ist. Als Beispiele seinen genannt:

Das halbe geschnittene Brot, das in Wahrheit ein ganzes Brot ist, bei dem das Endstück, die sogenannte Kniffte, dankenswerterweise weggelassen wurde. Müsli- und/oder Chipstüten, die durch die Subtraktion im oberen Fünftel zum Glück mit Luft bestückt wurden. Auch Getränkeflaschen sind niemals randvoll, sondern subtraktionsmethodisch „randvoll Minus ein Schluck“, was auf einem erworbenen Getränkekasten addiert in der Regel „voll Minus eine Flasche“ ergibt. Fruchtzwerge, allseits bekannt als 8 Stück in zwei Reihen zu erwerben, sind in der Tat 9 Fruchtzwerge. Hier wurde der Beginn des Weglassens des Letzten Zwerges ab 1964 insbesondere von Europalettenstapelfachkräften begrüßt. Selbst beim Bündel Bananen konnte die Subtraktionsbestückung erfolgreich angewandt werden, klar erkennbar an der oberen Schnittkante, einem eindeutigen Indiz der fehlenden Frucht.

Ein kurzer Auszug, der belegt, das „Verpackungsschwindel!“ unkende Anarchos der Institution „Food-Watch“ – oder auch: Männer die auf Zwiebeln starren – vollkommen fehlinformiert und nicht ernst zu nehmen sind.

Aber Achtung, windige Langzeit-BWL-Studenten-Praktikanten haben diese fantastische Lebensmittelhandhabe bereits viral in andere Branchen exportiert, so dass beispielsweise hippe schwedische Möbelfabrikanten dazu neigen, den für den Aufbau ach so notwendigen – und in der Aufbauanleitung detailgetreu gezeichneten – Hammer und/oder Schlitzschraubendreher einfach wegzulassen und die dadurch entstehende Lücke innerhalb der Umverpackung mit schnödem Styropor zu füllen.

Auch weißbeschalte Architekten mit steiler Frisur versuchten anfänglich, die Subtraktionsbestückung für sich zu nutzen, indem Sie dem Bauherren das Reihenendhaus subtrahierten. Da das „nachgerutschte“ Reihenendhaus ohne Garage jedoch aus der Mode kam, ging der Trend schnell dahin, alternativ ein mittleres Reihenhaus zu entfernen.

Is ja irre!

Mai 16
Posted by datgosch.

Die Leichtigkeit des Seins

10

Herren-Pyjamahosen. Hammer, weil McHammer. Und außerordentlich bequem. Mit Damen-Pyjamahosen erreicht man beide Effekte nicht. Nicht als Frau und noch weniger als Herr. In unserer Buchhaltung sitzt eine Dame namens Frau Herr. Aber das nützt ihr in diesem Fall nichts.

Am nächsten Tag sitze ich in der Küche und lese ein Buch. Er sitzt schräg gegenüber und spielt mit seiner Platine. „Warum liegt da ein Nagel?“ „Hm.“ „Tja, wie oft denkt man sich: Ach, hätte ich jetzt einen Nagel dabei.“ „Hmhm.“ Er nimmt den Nagel und schiebt ihn in den Filter eines Zigarettenstummels. „Warum hast du das gemacht?“ „Der kommt jetzt nicht mehr durch die Flughafenkontrolle.“

Etwa 1,5 Stunden später habe ich auf WDR die Reportage „Schwarzes Gold – Musik im Ruhrgebiet“ gesehen. Ruhr.2010 und so. Duisburg gehört zum Ruhrgebiet. Oder zum Niederrhein. Kommt drauf an. Aber gehörten wir tatsächlich dazu, sind wir definitiv nicht Kopf sondern Arsch. Von der Industrielandschaft zur dienstleistungsorientierten Arschkulturlandschaft. Echt hässlich hier. Den ganzen Tag laufen „Die Kassierer“.

Zeitgleich lässt Vergrämer in Oberhausen die Ruhr.Fitz veranstalten.

Ich, vermutlich, mag Duisburg nicht wegen seiner Zukunft, sondern seiner Vergangenheit. Herbert Knebel und Helge Schneider. Versteh´ste. Kultur kann man nicht kaufen.

Blaugrüne Handtücher werden nicht so schnell grau wie weiße Handtücher. Ich will ein Haus.

Apr 17
Posted by datgosch.

Spaß mit Obst

8

Heute: Die Dirne!

Mrz 11
Posted by datgosch.

Sendepause

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Einerlei. Beschäftigen wir uns derweil einfach mit guter Musik.

Denn Musik versteht sich von selbst.

Feb 21
Posted by datgosch.

Zum Totlachen …

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(via @seitvertreib via @drommelsch)

Feb 7
Posted by datgosch.

Kinderlachen …

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… is ja sowat von ansteckend!

Warmwerden:

Totlachen:

Und dabei hat LangweileDich.net noch soviel mehr zu bieten …

Feb 7
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Gesichts-Tourette – Ein Nachtrag

9

Letztlich machte ich mich über mich selbst lustig und benannte diesen Post fälschlicherweise “Gesichts-Tourette“. Jetzt tut es mir leid.

Nicht, weil dieser Post sehr persönlich war oder in irgendeiner Art und Weise vielleicht ein bisschen peinlich. Vielmehr weil ich meinen kleinen Tic hochgespielt und dabei auch noch völlig unqualifizierte Aussagen getroffen habe. Aber zurück zum Anfang:

Kurz nach Veröffentlichung des Posts verrieten mir die Stats, dass ich regen Besuch direkt aus dem Tourette-Forum bekam. Meine Seite musste also in einem Thread verlinkt worden sein. Das machte mich neugierig. Vor welchem Hintergrund wurde ich verlinkt? Wie ist dort die Resonanz auf meine Story? Positiv? Negativ?

Ich hielt die Spannung nicht mehr aus und habe mich also registriert. Einige Zeit später erhielt ich die Registrierungsbestätigung mit der Bitte, den beigefügten Mitgliedsantrag auszufüllen und zurückzusenden, dann würde meine Freischaltung erfolgen. Es folgte eine zweite Mail, mit einigen aufschlussreichen Informationen zum Tourette-Syndrom. Daraufhin habe ich mich ein wenig eingelesen. Tatsächlich hochinteressant!

Habt ihr gewusst, dass, um die Diagnose “Tourette-Syndrom” stellen zu können, mindestens zwei motorische sowie wenigstens ein vokaler Tic vorhanden sein müssen, die länger als ein Jahr bestehen und vor dem 21. Lebensjahr aufgetreten sind? Der Admin schreibt außerdem, dass Männer und Frauen im Verhältnis 4:1 betroffen sind. Das sind Schätzungen zufolge für die BRD ca. 80.000 Betroffene (bei 5 % Schwerstbetroffenen).

Es gibt transiente, also vorübergehende Tic-Störungen (die häufig bei Kinden auftritt), chronische motorische Tic-Störungen, chronische vokale Tic-Störungen und das Tourette-Syndrom. Das alles ist nicht zu verwechseln mit allerlei Zwangsstörungen, die in unserer Gesellschaft so vielfältig zu beobachten sind.

Für die Hobby-Hirnforscher unter uns empfiehlt sich das googeln nach der vermuteten Ursache des Tourette-Syndroms: Eine Störung im dopaminergen System innerhalb von Regelkreisen zwischen Basalganglien, frontalem Kortex und limbischem System. Absolut faszinierend, wie ich finde!

Fazit des ganzen ist also, dass ich ganz einfach eine geringfügige chronischen motorischen Tic-Störung habe, die letztendlich nicht weiter erwähnenswert ist. Dass ich das ganze „Tourette“ genannt habe und das Wörtchen Tic zu allem Überfluss auch noch falsch schrieb, war ganz schön dämlich und tut mir leid.

Habe mich dazu entschlossen, den Mitgliedsantrag nicht auszufüllen, den die einzige Intention war in der Tat die pure Neugier. Letztendlich habe ich im Tourette-Forum nichts zu suchen. Vielleicht sollte man sich auch vor Augen halten, dass das Fernsehen in letzter Zeit wahrscheinlich nicht unerhebliche Einschaltquoten durch diverse Reportagen und Berichte über das Tourette-Syndrom machte. Einerseits diente das wohl der Aufklärung, andererseits kann ich mir auch vorstellen, dass es genug Leute gibt, die seither ihren Unfug damit treiben.

So wunderbar Selbstironie auch ist, sollte sie doch auch immer auf Tatsachen beruhen …

Jan 31
Posted by datgosch.

Die wunderbare Welt des Sunside

4

Wem man nicht alles folgt. Über Sunside (real Markus Mayer) kann ich soviel sagen, als das er einen verdammt guten Musikgeschmack hat … und fotografiert. Beruflich und dazu vielleicht sogar erfolgreich? Nun, das hoffe ich doch! Also habe ich mich gestern Nacht in seinem Flickr-Stream verloren. Von Fotografie verstehe ich nichts, aber ich weiß, was meinem Auge gefällt.

Hier meine Auswahl. Mehr? Klickpflicht.

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