Liebe Facebooker, liebe Touristen,

 

dieser Blog ist eine befremdliche Kreatur, erschaffen 2008, gestorben 2010, wiederauferstanden 2012. Er dient nur einem Zweck: Nonsens dichten. Das Monster ist weder State of the Art noch informativ. Es ist kein Selbstportrait und gibt keine Stylingtipps. Es ist keine Meme, keine Kontaktbörse, keine Cloud. Es dient dem Wort. Es benötigt den passenden Humor.

 

Peter Lustig rät: Abschalten. Wir sehen uns dann im Real Life. Diejenigen jedoch, die sich mit der Thematik des geringstmöglich sinnreichen Aneinanderreihens von Kettensätzen befassen möchten oder diejenigen liebevollen Wesen, die um der alten Zeiten willen zurückgefunden haben: Seid Willkommen, aber gewarnt.


Man muss Entscheidungen treffen. Mann oder Frau. Wurst oder Käse. Wort oder Zahl.

 

Erst befasste ich mich mit dem Wort. Der Joker. Geschäftskorrespondenz. Floskeln, Anreden, Botschaften, Ausdrucke, Umschläge. Ein buckliger Schleimer. Heimtückischer Igor. Händeschütteln. Nach Feierabend dann: Die Verwandlung. StudiVZ schmerzte, aber dann kamen die Blogs. Ironischerweise zunächst regional, wo mir doch die ganze Welt offen stand. Liebenswerte Leute, jeder auf seiner Art. Der Server stand bereit, das Geschöpf datGosch wurde geboren. Ich ging hinaus und es war großartig.

 

Nach der mühseligen Pflege dieses Wesens, sehnte ich mich nach unbeschwerten 140 Zeichen. Twitter, die neue Welt. Unglaubliche Menschen und doch außerirdisch. Dann rauschten sie in ihren Raumschiffen davon und hinterließen mich … prokrastiniert. Also befasste ich mich mit meinem Leben.

 

Dann befasste ich mich mit der Zahl. Justitia. 2, 4, 6, 8, 10 – 7 x 6 / 9. Der Taschenrechner, Excel, vollgekritzelte Schreibtischunterlagen. Eine stolze Diva, unfähig zu verzeihen, aber auf ihre Art auch fair. Verloren in Gedanken, schlägt dir der Neuanfang deutlich ins Gesicht und hinterlässt dich zufrieden, aber dämlich grinsend.

 

Und nach Feierabend? Füttere ich meine Geschöpfe.